Kinder an Bord

Mitsegeln Griechenland - Inselhüpfen und Buchteln

Segeln zu idyllischen griechischen Häfen der Ägäis und Kykladen

Mitsegeln mit Kindern - Familiensegeln mit Kindern in den Kykladen und der Ägäis

 

Segeltörns ab Kos (Griechenland) in den ostgriechischen Inseln des Dodekanes, in die Kykladen, oder Bodrum (Türkei) an der türkischen Küste!

Segeln mit Kindern - für Familien und Alleinerziehende

Oft erhalte ich Anfragen von Familien mit Kinder und auch alleinerziehenden Müttern oder Vätern, die gerne mal einen Segeltörn machen möchten, aber unsicher sind, ob das mit ihren Kindern (schon) geht oder was zu beachten ist. Ich habe in den vergangenen Jahren viele Törns gemacht, bei denen Kindern jeder Altersklasse dabeiwaren, und kann sagen, daß in kaum einem Fall die Kinder irgendein Problem waren. Natürlich muß man sich bei der Törnplanung ein wenig danach richten, was die Knirpse bewegt. So sind stundenlange Kreuzschläge problematisch bis unterträglich, und man muß zusehen, daß man die Kinder dabei nicht überfordert.

 

Haben die einmal den Spaß verloren, kehrt der sicher so schnell nicht zurück.

Aber das kann man ja vermeiden!

Wichtig für Segeltörns mit Kindern ist:

 

* Eltern und Skipper MÜSSEN an einem Strang ziehen. Das kann schwierig werden, wenn die Kinder (was normal ist), versuchen, ihre (durchaus berechtigten) Interessen durchzusetzen. Schon EIN Streit zwischen Eltern und Skipper hinsichtlich dessen, was die Kinder nun durchsetzen wollen, ob das geht oder nicht, kann den Kids den Törn vermiesen. Hier muß Einigkeit herrschen und auch kleine Kinder müssen lernen, sich mit den unabdinglichen Notwendigkeiten zu arrangieren. Als Skipper muß man dabei die jeweiligen spezifischen Erfahrungen beim weiteren Törnverlauf berücksichtigen, und u.U. auch GEGEN die Streckenwünsche der Eltern entscheiden.

 

junger Segler an Bord

* unabhängig vom Alter der Kinder muß von vorneherein klar sein, daß man die Kinder nicht überfordern kann: kurze Segeletappen, lange Badebuchtaufenthalte, Sightseeing und "Abenteuer" müssen vorgesehen werden.

 

Ich empfehle : wer "Meilen machen" möchte, soll bitte seine Kinder zu Hause lassen! (ich mache ohnehin keine Meilentörns!)

 

* Kleinstkinder bis 12 Monate sind wenig mobil, bedürfen aber außerhalb der Schlafphase der Zuwendung - diese findet meist unter Deck statt. Eine gewisse Seekrankheitsresistenz oder Leidensfähigkeit (und -bereitschaft) der Eltern ist unabdinglich. Ansonsten fühlen sich gerade Kleinstkinder an Bord durch die stete Schaukelei sehr wohl.

 

* zwischen 15 Monaten (beginnt zu Laufen, Klettern) und 3 Jahren ist die problematischste, dennoch nicht unlösbare Zeit zum Segeln. In diesem Alter sind Kinder höchst mobil, verstehen schon vieles, aber machen nicht, was man ihnen sagt. In dieser Zeit MUSS unbedingt jeweils eine erwachsene Person ausschließlich die Beaufsichtigung des Kindes durchführen, und dieses keine Minute aus den Augen lassen. Sind mehrere Kinder an Bord und legt man ausreichend Pausen (Laydays) ein, an denen die Kids herumtoben und sich an Land/ am Strand "Auslaufen" können, ist dies aber auch in diesem Alter ein tolles Erlebnis.* danach wird es alle Jahre leichter.

 

 

 

Auch kleine Kinder können schon "ins Team" eingebunden werden, und gewinnen Selbstvertrauen. Gleichzeitig lernen sie, daß es eine notwendige Hierarchie an Bord gibt, in welcher auch die Eltern (bislang oberste Instanz) eingebunden sind: der Skipper ist der Chef, ohne Wenn und Aber..

Für Jungs und Mädchen in der Pubertät kann die Hierarchie zu Problemen führen. Vor allem, wenn die Eltern nur vordergründig den Skipper akzeptieren, hintenrum aber dessen Kompetenz anzweifeln. Bei Mädchen ist im Alter zwischen 12 und 16 mit Zickigkeit und Launenhaftigkeit sowie - ebenso wie bei Jungs - mit Komplettverweigerung zu rechnen.

Ein "Worst-Case-Plan" sollte (ohne deren Wissen) vorhanden sein, bis zu dessen Eintreten muß der "strenge Skipper" allerseits akzeptiert werden, was allermeistens die Probleme löst, nur bei Indifferenzen zwischen Eltern und Skipper gibt es fast schon garantiert Probleme!

Ganz besonders wichtig ist ausreichend 50er-Sonnenschutzcreme und leichte, schnell trocknende Badekleidung! Wir haben aus dem Surfbereich leichte, schnelltrocknende T-Shirts und Halbanzüge (gibt es manchmal beim Lidl oder Penny und auch via Australien in Online-Shops).

Diese haben einen hohen Lichtschutzfaktor von 35-40, die autralischen sind auch mit höheren LSFs erhältlich, aber eben nur dort. Der Anzug (vom Lidl) ist ein Schwimmhilfsanzug, sieht aus wie ein Halbarm-Trockenanzeug bei Surfern. Da der aber als Schwimmhilfe nichts taugt, sogar eher gefährlich ist, habe ich die Schaumstoff-Auftriebskörper rausgenommen, und nun dient der Anzug bestens dem Sonnenschutz am Strand und auf Deck!

Trotzdem sollte man den ganzen Körper mehrmals mit Faktor 50 Sonnenblocker eincremen, denn Kinderhaut hat noch keinen Eigenschutz! Unabdinglich und auch gegen Protest durchzusetzen ist unbedingt eine Kopfbedeckung und auf Deck und am Steg besteht despotisch durchgesetzte Tragepflicht für eine der Situation angepasste Schwimmhilfe, siehe Info zu Kinderschwimmwesten